Rom – Antiker Schatz und Heiligtum

“753 – Rom sprang aus dem Ei” – mit dieser Eselsbrücke merkten sich schon unzählige Schüler das Geburtstjahr der einst mächtigsten Stadt der Welt. Der Sage nach gründete Romulus, der zusammen mit seinem Bruder Remus von der berühmten kapitulinischen Wölfin gesäugt wurde, die Stadt Rom.

Was in den darauffolgenden Jahrhunderten passierte ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte einer stetig wachsenden und an Macht gewinnenden  Stadt, die schließlich dank grandioser Feldherren und diktatorischen Kaisern fast die völlige Weltherrschaft erlangte. Persönlichkeiten wie Gaius Iulius Caesar, Cato, Cicero oder Horaz gelangten zu zeitlosem Ruhm und berichten uns noch heute in ihren Dichtungen und Geschichtsbüchern über die Faszinationen einer einzigartigen Epoche.

Bis heute sind uns einige wichtige Zeugnisse dieser Zeit erhalten geblieben, in denen sich die Lebensweise der alten Römer und die dazugehörige Atmosphäre immernoch wiederspiegelt.

 

Antike Sehenswürdigkeiten

 

Forum Romanum

Salander @ flickr

Die Ostia Antica: Ehemalige Hafenstadt Roms, eine malerische Ruinenlandschaft

voller Tempel, Thermen und Märkte, die meisten davon gespickt mit prachtvollen Mosaiken und Säulen.  Das Rundtheater der Ostia unterstreicht das ehemalige Stadtbild als Besichtigungshighlight ebenso wie die märchenhafte Reihung grüner Olivenbäume und W

iesenflächen.

 

 

Das Forum Romanum: Am damaligen Mittelpunkt  Roms spielte sich der Hauptteil des öffentlichen Lebens ab. Hier entstanden Markthallen und Politiker hielten ihre berühmtgewordenen Reden. Auf dem Forum Romanum wurden außerdem zahlreiche Tempel errichtet, wie zB. der Tempel des Antonius Pius und Faustina oder der Rundtempel der Vesta, um diese zu ehren und gnädig zu stimmen.

 

Circus Maximus: Als damals größter Circus diente der Circus Maximus als Veranstaltungsort für spektakuläre Wagenrennen, die zu Feierlichkeiten mit bis zu 24 Rennen pro Tag zelebriert wurden. Durch die hohe Fliehkraft in den engen Kurven kam es oft zu verletzungsreichen Stürzen der Wagenlenker. Die Rennbahn sowie Teile der damaligen Tribünen ist noch immer erhalten. Heute ist der Circus Maximus mit seiner Gesamtlänge von 600 Metern durchaus einen Spaziergang wert.

Kolosseum Rom

juandesant @ flickr

 

Kolosseum: Das Amphitheater ist eines der berühmtesten WahrzeichenRoms und zugleich ein beeindruckendes Beispiel für die

herausragende Baukunst der alten Römer. Mit seiner elliptischen Form und 80 Eingängen barg das Kolosseum in vier Stockwerken Platz für 50000 Personen. Insgesamt blieb es 400 Jahre in Betrieb. Zu dessen Eröffnung hielt Kaiser Vespasians Sohn Titus im Jahre 80 die sogenannten hunderttägigen Spiele ab, in welchen Seeschlachten nachgestellt, sowie Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe abgehalten wurden.  Bis heute ist ein Großteil des Amphitheaters erhalten und gilt als Pflichtbesuch für alle Rombesucher.

 

 

Vatikan und Petersplatz

Neben den zahlreichen altrömischen Überresten, die es in Rom zu besichtigen gilt, darf bei einem klassischen Besuch der italienischen Hauptstadt natürlich der Vatikan und der Petersdom nicht fehlen. Als Wohnsitz des Papstes und einer der berühmtesten Pilgerorte der Welt ragt der Vatikan mit dem Petersdom als Zentrum majestätisch über der Stadt hervor.  Hier gibt es die Möglichkeit, die Kirche selbst, sowie eines der bekannten vatikanischen Museen zu besichtigen, in denen verschiedenartige altertümliche bis klassische Kunstschätze aufbewahrt werden. Die Sixtinische Kapelle wird zu dieser Gelegenheit ebenfalls zur Besichtigung angeboten und stellt somit den wohl bekanntesten Teil eines derartigen Museumsbesuchs dar.

 

Am Fuße des Petersdoms befindet sich der berühmte Petersplatz (ital.: Piazza de San Pietro). Dieser

erstreckt sich zuerst trapez-, dann ellipsenförmig vor der mächtigen Kirche und ist auf beiden Seiten von Säulengängen umgeben. Die Säulen setzen sich aus 284 fünfzehn Meter hohen Elementen zusammen, auf deren Brüstung sich wiederum 144 Heiligenstatuen mit einer Größe von jeweils 3,20 Meter erheben. Inmitten dieser beeindruckenden Kulisse spricht der Papst jährlich das “urbi et orbi” und hält wöchentlich am Mittwoch eine Generalaudienz für alle Gläubigen. Ebenso wurde dieser Platz von fast vier Millionen Menschen zur Beerdigung Papst Johannes Pauls II., sowie zur Verkündung des neuen Papstes Benedikt XVI. besucht und ist regelmäßig in den Medien zu sehen.

Petersplatz Rom

dsdsdsdsdsds @ flickr

 

Restaurants und Nachtleben

Für das leibliche Wohl nach einer solchen Sightseeing-Tour sorgen die zahlreichen gemütlichen Ristorantes, Trattorias und Osterias, die in jeder Gasse der römischen Innenstadt zu finden sind. Zu empfehlen ist hierbei natürlich eine typisch italienische Steinofenpizza, die nahezu überall in kleinen Familienbetrieben meisterhaft zubereitet wird.

Bezüglich des anschließenden Nachtlebens ist Rom eher spärlich ausgestattet, jedoch lässt sich in der La Vineria am Campo de´Fiori oder der Bar del Fico am Plazza de Fico der ein oder andere gute Wein oder Cocktail genießen. Tanzwütige sollten auf Lackschuhe und Krawatte achten, Schickeria auf italienisch wird in Roms wenigen Diskotheken (zB. Piper, Via Taglimento) groß geschrieben.

Da Rom jedoch nicht als Partymetropole sondern als faszinierendes Zeugnis altertümlicher Baukunst und religiöse Hauptstadt berühmt ist, dürfte dies kein allzugroßer Wehrmutstropfen sein, sodass ein Gang zurück ins Hotel eher ratsam ist, um sich am nächsten Tag abermals vom Zauber dieser Stadt mitreissen zu lassen.


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